Deklaration möglicher konkurrierender Interessen aktueller Mitglieder

Gerhard Bühringer hat seit 1985 (allein oder gemeinsam mit anderen Projektleitern) finanzielle Mittel für Forschungsvorhaben am IFT Institut für Therapieforschung (bis 2015) bzw. an der TU Dresden (seit 2005) von folgenden Organisationen erhalten:

  • Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat (der Freistaat Bayern hat – wie andere Bundesländer – das Monopol für die Angebote von Lotto und Spielbanken): Forschung im Rahmen der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern
  • Bundesministerium für Gesundheit: Epidemiologischer Suchtsurvey und Suchthilfestatistik
  • Bundesministerium für Wirtschaft (Aufsichtsbehörde über Teilbereiche des Rechts für Geldspielautomaten): Evaluation der Spielverordnung
  • Deutsche Forschungsgemeinschaft: Einzelförderung sowie SFB-940-T eilprojekt C1 zur Ätiologie pathologischen Glücksspielens
  • Europäische Kommission: ALICE RAP , WP7-9
  • Gewerbliche und staatliche Glücksspielanbieter: Längsschnittstudien zum Verlauf pathologischen Glücksspielens; Früherkennung riskanten Glücksspielverhaltens; Begutachtung von Spielerschutzkonzepten; Untersuchung zu Personen mit einer Spielersperre

Die Planung und Durchführung der Studien sowie die Publikation und Interpretation der Ergebnisse erfolgte in alleiniger Verantwortung der Autoren.

Jörg Ennuschat hat für verschiedene Akteure auf staatlicher und privater Seite glücksspielrechtliche Rechtsgutachten erstellt.

Knut Walter ist Inhaber des Beratungsunternehmens Scientific Affairs, das auf die Entwicklung und das Management von Wissenschaftskooperationen für strategische Organisationsentwicklungs- und Unternehmenskommunikations-Prozesse spezialisiert ist.
Im Rahmen dieses Leistungsspektrums berät Knut Walter im Glücksspielsegment aktuell verschiedene Glücksspielunternehmen und Dienstleister in Deutschland sowie in der Vergangenheit Glücksspielanbieter sowie die Glücksspielregulierungsbehörden in British Columbia und Ontario (beide Kanada).
Knut Walter ist außerdem seit 2024 Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Glücksspielforschung gGmbH in München.

Günther Zeltner: Die Evangelische Gesellschaft Stuttgart (EVA) unterhält seit 1999 geschäftliche Beziehungen mit Glücksspielanbietern, inzwischen aus allen Segmenten der Glücksspielbranche. Neben ihrem Kerngeschäft der Beratung und Behandlung von Suchterkrankten ist die EVA ein Anbieter im Arbeitsfeld betrieblicher Gesundheitsprävention und der Entwicklung und Umsetzung von Spielerschutzmaßnahmen.
Die ethischen Prinzipien und Überlegungen zur Kooperation mit Glücksspielanbietern hat die EVA in „ethischen Leitlinien“ formuliert, die auf ihrer Webseite einsehbar sind.
Mögliche konkurrierende Interessen können bei Verständnis von moderner Präventionsarbeit, die eine Kooperation mit Glücksspielanbietern einschließt, nicht aufgelöst werden. Die EVA hat sich aber durch ihre Leitlinien und durch die konkrete Vertragsgestaltung das Recht der unbeeinflussbaren Durchführung ihrer Aufgaben und Leistungen gesichert.
Die EVA hat bzw. hatte zu folgenden Glücksspielanbietern Geschäftsbeziehungen:

  • Staatliche Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg (STLG)
  • Baden-Württembergische Spielbanken (BW Spielbanken)
  • AWI Automaten-Wirtschaftsverbände-Info GmbH (AWI)
  • SCHMIDT Gruppe
  • MegaFun Casino
  • OddsLine Entertainment AG
  • Ca. 50 Automatenunternehmer und/oder Betreiber von Spielhallen
  • Gewinnsparvereine verschiedener Banken
  • François-Blanc-Spielbank, Bad Homburg v.d. Höhe

Die Geschäftsbeziehungen betreffen die Entwicklung von und die begleitende Umsetzung von Spielerschutzmaßnahmen/Sozialkonzepten. Von der STLG, den BW Spielbanken und der AWI (inzw. abgeschlossen) wird auch das Hilfesystem der EVA direkt mit bezuschusst.
Die Kooperation mit Glücksspielanbietern ist ein Geschäftsfeld der EVA für die Prävention der Glücksspielsucht. Erträge aus diesen Geschäftsbeziehungen werden für die Finanzierung von Hilfsangeboten für betroffene Klienten und/oder weitere Projekte der EVA eingesetzt.

Dr. Daniel Henzgen, Lutz Schenkel, Jochen Staschewski, Axel Weber und Jochen Weiner sind in verantwortlichen Positionen für staatliche, kommunale, landeseigene bzw. private Glücksspielanbieter tätig.